IPL-Magazin 49 | Oktober 2019 | Autor: Matthias Miesbeck

„Digitale Transformation“ - "Digitaler Wandel“ - "Digitale Revolution“

 

Matthias Miesbeck
Matthias Miesbeck

Unter dem Begriff der „digitalen Transformation“, oder auch „digitaler Wandel“ bzw. „digitale Revolution“ genannt, wird der fortlaufende Veränderungsprozess verstanden, der sich durch die digitalen Veränderungen in den letzten Jahren begründet. Grundlage für die digitale Transformation sind die sich schnell ändernden digitalen Technologien, welche auch aus sich heraus immer wieder neue technische und technologische Innovationen im digitalen Umfeld mit sich bringen.

Treiber der Transformation
Die Informationstechnik (IT) gilt als der Kern der digitalen Transformation. Dabei ist der Aspekt der Infrastruktur zu unterscheiden (z. B. Netzwerke, Computer-Hardware, etc.) von den Anwendungen (z. B. Apps und Webanwendungen) zur Unterstützung von digitalen Geschäftsmodelle oder Wertschöpfungsnetzwerken. Geprägt werden letztere durch die Erwartungen der Kunden und Konsumenten, im Speziellen die der jungen und innovativen Gesellschaftsmitglieder.

Veränderungen im Unternehmen durch die digitale Transformation

Die digitale Transformation stoßen einen Veränderungsprozess innerhalb eines Unternehmens an. Dieser Veränderungsprozess wird auch als „Digital Business Transformation“ bezeichnet. Dieser Transformationsprozess macht an den Unternehmensgrenzen nicht Halt, Er betrifft eine Vielzahl von Abläufen und Aspekten in unserer Gesellschaft. Der digitale Wandel hat uns die vergangenen Jahre schon sehr umfassend begleitet und wird dies auch in den kommenden Jahren weiter tun.

 

 

Eine Zukunft in Bits und Bites
Eine Zukunft in Bits und Bites

 

Die Hauptrollen im digitalen Wandel

Die Hauptrollen in digitalen Wandel spielen dabei:

  • Die Unternehmen als Hersteller und Innovationstreiber,
  • die Menschen und alle Organisationen als User,
  • Wissenschaft als Vertreter der Forschung und Lehre
  • sowie der Staat, der die Rahmenbedingungen setzt.


Ihr Einfluss auf dem Feld der digitalen Transformation ist sehr vielfältig. Werden Erwartungen von Seiten der Kunden oder Konsumenten an die Unternehmen herangetragen, so sind sie dafür verantwortlich, diese zeitnah und in enger Kooperation umzusetzen, um auf dem Markt als innovativ und Kundennah wahrgenommen zu werden. Das bedeutet auch, der Unternehmenserfolg hängt immer mehr davon ab, inwieweit es den Verantwortlichen gilt, die Erwartungen mithilfe der Digitalisierung zu erfüllen.


Was macht den digitalen Wandel möglich?

Die digitalen Technologien gelten somit als sogenannte ‚Enabler‘‚ um vielfältige strategische Ziele und Umsatzpotenziale zu erreichen.

Hierzu zählen:

  • Software-Engineering,
  • Systems-Engineering
  • IT-sicherheit
  • Data Analytics
  • Big Data
  • Cloud Computing

 

Sie fließen ein in die oben genannten Anwendungsfelder und prägen diese:

- Infrastrukturen als Basis für den Datenaustausch:

  • Zugangs- und Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Laptops
  • Embedded Systems in Maschinen, Anlagen, Gebäuden,Fahrzeugen
  • Drahtlose und drahtgebundene Netzstrukturen
  • Übermittlungsprotokolle


- Anwendungen in allen Bereichen unseres privaten und beruflichen Lebens:

  • Anwendungssoftware
  • Apps
  • Webanwendungen
  • Virtuelle, digitale Infrastruktur (Clouds)
  • Virtuelle Maschinen


Potenziale der digitalen Transformation

Durch die veränderte Infrastruktur und die neuen Anwendungsmöglichkeiten eröffnen die neuen digitalen Technologien viele, vielleicht bis dato nicht einmal angedachte, neue Möglichkeiten. Gerade durch die sich daraus ergebende Marktveränderungen resultieren neue Gesetzmäßigkeiten, welche von innovativen Unternehmen genutzt werden können. Gerade Start-Ups und junge Unternehmen tun sich dabei leichter, diese Potenziale zu nutzen, Markteintrittsbarrieren zu überwinden, um plötzlich als Wettbewerber den angestammten Unternehmen ernsthafte Konkurrenz zu bieten. Ältere Unternehmen benötigen eine innere Dynamik, um die erforderlichen Anpassungen nicht zu verschlafen.

Die Potenziale lassen sich grob in folgende 2 Gruppen teilen. Es handelt sich dabei um neue Geschäftsmodelle oder optimale Wertschöpfungsnetzwerke.

 

Neue Geschäftsmodelle

Der Begriff „Geschäftsmodelle“ beschreibt Aktivitäten, die Unternehmen nutzen um (neue) Werte zu schaffen, Kundensegmente auf- und auszubauen und die geschaffenen Werte wirtschaftlich zu erfassen. Im Speziellen werden unter dem Begriff „Digitale Geschäftsmodelle“ alle Geschäftsmodelle zusammengefasst, deren wertschöpfende Aktivitäten auf digitalen Technologien basieren, aber sich auch durch den stetigen technologischen Fortschritt und/oder aufgrund veränderten Erwartungshaltungen ständig ändern. Unternehmensanalysen zeigen, dass Firmen, die auf digitalen Geschäftsmodellen basieren, rasant wachsen und innerhalb kürzester Zeit eine immense Marktkapitalisierung erreichen. Die Aufgabe für die kommenden Jahre wird es sein, diesen Trend weiterhin zu nutzen und damit archivierte Geschäftsmodelle zu überdenken und zu überarbeiten.


Optimale Wertschöpfungsnetzwerke

Die Vernetzung digitaler Anwendungen ermöglicht es, bestehende Geschäftsmodelle beizubehalten, aber die Wertschöpfungsketten vollkommen zu überdenken. Dies umfasst Netzwerke im Unternehmen, über die Grenzen der Unternehmen hinaus und auch über Staatsgrenzen hinweg. Aus diesen Verbindungen entstehen neue Netzwerke, die bestehende Geschäftsmodelle deutlich leistungsfähiger machen oder Bildung neuer Geschäftsmodellen beitragen.


Beispiele für die Digitale Transformation

Viele Branchen haben sich im Zuge der Digitalisierung bereits stark verändert, andere sind mittendrin und vielen steht es noch bevor. Durch den stetigen Wandel und den Unmengen neuer Möglichkeiten durch die Digitalisierung ist es absolut notwendig, Produkte und Geschäftsmodelle stetig zu hinterfragen. Die Innovation von heute ist morgen vielleicht schon veraltet. Die digitale Transformation entwickelt sich so in unterschiedlichen Bereichen.

 

Abschließend sollen einige Beispiel genannt werden, wie sich Branchen während der letzten Jahre verändert haben: