Relaunch der Visual Technology GmbH

Mit dem Relaunch der Visual Technology GmbH wurden die Aktivitäten in Richtung Industrie 4.0 erweitert.
 
Bislang wurden funkgesteuerte Smart Labels auf Lagerbehältern für die Kommissionierung, oder auf Werkstückträgern zur papierlosen Auftragsdurchsteuerung über das WLAN realsiert.

 

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IPL-Flatrate - Wissen ist eine strategische Waffe

Wissen und Kompetenz ist die Voraussetzung zur Umsetzung der unternehmerischen Ziele und Aufgaben.

Die Verfügbarkeit von Wissen sowie dessen Vermittlung erfährt damit eine steigende wettbewerbsrelevante Bedeutung.

 

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Best-in-Class-Projekt: Produktionsoptimierung

In vielen Unternehmen werden die Analysen oftmals nur rudimentär durchgeführt.

Mitarbeiter werden nicht zeitnah in die Ausarbeitungen einbezogen und fehlende Szenarien führen häufig dazu, dass man bestimmte Punkte nicht beachtet.
 

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Kontinuität - England wird wieder nicht Fußballweltmeister

Ab dem 14. Juni 2018 ist es wieder soweit. Fußballweltmeisterschaft!

Kontinuität ist das Zauberwort zum Weltmeistertitel. Für uns geht es um Fachwissen in den Bereichen Produktion und Logistik und dessen Auswirkungen auf die Praxis. Und genau dahin kann die Erkenntnis der Kontinuität im Fußball übertragen werden.

 

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Foto: © Ingo Bartussek / Fotolia

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IPL-Magazin 24 | Juli 2013 | Autor: Prof. Dr.-Ing. Dieter Deublein (Hochschule München und Auditor des QZV e.V.)


Viele Unternehmen sind ISO-zertifiziert. Die meisten dynamischen mittelständischen Unternehmen sehen den Nutzen vor allem darin, dass sie beim Beantworten von Beurteilungsbögen von Kunden einen oder zwei Prozentpunkte höher steigen.

Sie würden den Aufwand für den damit verbundenen Bürokratismus und die Kosten für die Zertifizierungen lieber für die konsequente Weiterentwicklung ihres Unternehmens und damit zum wirklichen Vorteil ihrer Kunden nutzen.


Historie

Die Einführung von normkonformen QM-Systemen setzte in den 80-iger Jahren des letzten Jahrhunderts ein. Die ersten Unternehmen, die ein normkonformes Managementsystem einführten, waren begeistert bei der Sache und haben die Anstöße durch das Abarbeiten der Norm genutzt, um ihr Unternehmen neu aufzustellen. Klar, dass die Erfolge sich rumsprachen und QM-Systeme auf immer breiterer Basis eingeführt wurden. Die ISO-Zertifizierungen wurden von Organisationen vorgenommen, die sich selbst um ihr Renommee am Markt bemühen mussten. Sie versuchten das auf unterschiedliche Weise.

Die einen ließen sich akkreditieren. Zu diesem Zweck wurde die privatwirtschaftlich arbeitende TGA (Trägergemeinschaft für die Akkreditierung) gegründet, die Organisationen akkreditierte, die im gesetzlich ungeregelten Bereich zertifizierten. Die TGA arbeitete unter dem DAR (Deutscher Akkreditierungsrat), ebenfalls eine privatwirtschaftliche Organisation.

Unter dem Dach des DAR gab es mehrere andere Akkreditierungsorganisationen, die ausschließlich Zertifizierer akkreditierten, die im gesetzlich geregelten Bereich zertifizierten. Dieser Bereich umfasste Unternehmen, die vor allem gesundheitsrelevante bzw. gefährliche Produkte herstellten. Einige wenige Zertifizierungsorganisationen ließen sich von einer am freien europäischen Markt agierenden Akkreditierungsgesellschaft akkreditieren.
Davon gab es einige.

Andere setzen erst gar nicht auf die Akkreditierung, sondern versuchten, sich am Markt als qualitativ gute Zertifiziere zu profilieren, was zu einer guten Selektion geführt hat.

Dann kam im Jahr 2008 eine neue EU-Verordnung (EU-VO 765), in der vorgeschrieben ist, dass Akkreditierungen von einer einzigen staatlichen Stelle durchgeführt werden müssen. In Deutschland hat man sich nach einigem Hin und Her entschieden, keine neue Behörde aufzubauen, sondern die DAkkS GmbH, ein am freien Markt agierendes neu gegründetes Unternehmen, mit der Aufgabe zu beleihen. Die Beleihung soll alle 5 Jahre erneuert werden, was aber praktisch nicht umsetzbar ist, da es nicht möglich erscheint, eine Alternative aufzubauen.

Die DAkkS GmbH ist in die Fußstapfen des DAR getreten und hat überwiegend die Methoden der Akkreditierungen von DAR und TGA weiter geführt; d.h. eine Neuorientierung blieb aus. Viele Alternativen sind weggefallen.

Kritik zum derzeitigen Akkreditierungswesen

Daraus resultieren viele Kritikpunkte:

1. Im gesetzlich geregelten Bereich, wo sich Gefährdungen für Menschen ergeben können, muss der Schwerpunkt auf die Qualitätssicherung gelegt werden und nicht auf Qualitätsmanagement. Die Qualitätssicherung erfordert ganz strikte unveränderliche Regelungen, Qualitätsmanagement einen gut funktionierenden KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess).

2. Wenn man den Gedanken der Qualitätssicherung schwerpunktmäßig auf mittelständische Unternehmen außerhalb des gesetzlich geregelten Bereichs überträgt, dann werden sie in ihrer Dynamik gebremst, sind nicht mehr in der Lage, sich schnell an den Markt anzupassen und verlieren am Markt. Gute Unternehmer spüren das und fühlen sich durch die Art und Weise der Zertifizierung in einem verhängnisvollen Dilemma.

3. Die Zertifizierung durch akkreditierte Zertifizierer führt nicht unbedingt zu einer Qualitätssteigerung. Im gesetzlich geregelten Bereich und im Lebensmittelbereich haben sich in der letzten Zeit wiederholt gravierende Gefährdungen ergeben, obwohl die Unternehmen ISO-zertifiziert waren. Die Defizite werden mit „krimineller Energie“ erklärt, was dem Problem aber nicht gerecht wird. Durch eine gute Prüfung müssen solche eigentlich offensichtlichen Mängel deutlich werden. Also nicht einmal im gesetzlich geregelten Bereich wird die Zertifizierung durch akkreditierte Zertifizierer den Ansprüchen vollauf gerecht. Die Neuregelung des Akkreditierungswesens wurde nicht zur Verbesserung genutzt.

4. Bei den Normen zu Managementsystemen handelt es sich mit gutem Grund um Normen und nicht um Gesetze. Normen dienen an sich nicht als Rechtsgrundlage vor Gericht. Normen müssen interpretiert werden, damit sie einen möglichst hohen Nutzen bringen. Die Zertifizierungen haben sich in der letzten Zeit davon wegbewegt infolge des zu starren Korsetts, das den Zertifizierern durch die Akkreditierung angelegt wird.

5. Das Korsett ergibt sich nicht nur aus einer unumstößlichen allgemeinen Interpretation ohne Anpassung an Branchen oder Unternehmensgrößen. Über die Normen hinaus werden eigene Regelungen getroffen – oft aufgrund internationaler Vereinbarungen unter den nationalen Akkreditierungsgesellschaften, die aber als solche in den Normen nicht einmal erwähnt werden. Genauer ausgedrückt: die staatlich beliehene Stelle schafft eigene Marktregelungen und das ohne parlamentarische Legitimation.

6. Die Zertifizierungen sollten ursprünglich Unternehmen auszeichnen, die einen besonders hohen Qualitätsstandard – einen besonders hohen Kundennutzen - aufweisen. Das ist nicht mehr der Fall: heute geht es um eine umfangreiche Dokumentation und das Arbeiten entsprechend den schriftlichen Vorgaben. Dabei haben sich früher viele deutsche Unternehmen durch ihre gute Leistung ausgezeichnet, nämlich dadurch dass sie spontan auftretende Probleme, die sich nie vermeiden lassen, schnellstmöglich zur Zufriedenheit aller Beteiligten lösen konnten. Wenn heute solche Probleme auftreten, dann gibt es keine Lösungen, weil es für die Problemlösungen noch keine „schriftlichen Vorgaben“ gibt. Probleme werden so auf Fehler in der Dokumentation reduziert und fallen unter den Tisch.

Eine QZV–Zertifizierung, die bessere Alternative (1)


Der „Verein zur Qualitätssicherung und Zertifizierung für den Mittelstand e.V.“ (QZV e.V.) wurde Anfang 1994 als Spin Off der Hochschule München von Professoren aus der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen gegründet. Er versteht sich als Bindeglied zwischen Hochschule und mittelständischen Betrieben. Im Rahmen von Forschung und Entwicklung untersucht er, welche Auswirkungen normgerechte Managementsysteme auf das Selbstverständnis von mittelständischen Betrieben haben und versucht, neue Wege zu finden, wie Managementsysteme eingeführt werden können, ohne die Organisationsstrukturen, die sich im Mittelstand sehr kundennah herausgebildet haben, zu beschädigen. Der Verein zertifiziert kleine und mittelständische Unternehmen außerhalb des gesetzlich geregelten Bereiches nach einschlägigen ISO-Normen zu Managementsystemen.

An die Auditoren werden besonders hohe Anforderungen gestellt. Sie haben in der Regel vor ihrer Zulassung in einem mittelständischen Unternehmen oder bei einem größeren Unternehmen in einem klar umrissenen Bereich Personalverantwortung getragen und sind in der Lage, ein mittelständisches Unternehmen innerhalb eines Tages ganzheitlich zu beurteilen. Dabei benutzen sie die QZV-Fragenkataloge und die ISO-Normen als Leitfaden.

Bei QZV-Audits geht es nicht so sehr um die Qualitätssicherung als vielmehr um wirkliches Qualitätsmanagement. Der QZV versteht darunter einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der es erlaubt, dauernd einen hohen Kundennutzen zu bringen bei geringstmöglichen Kosten. Im Mittelstand gilt die Regel, dass nur der Anpassungsfähigste überlebt, also derjenige, der in der Lage ist, dauernd einen maximalen Nutzen für Kunden zu bieten. Die QZV-Auditoren dürfen die Normen im Sinn des Unternehmens interpretieren. Sie haben die Aufgabe, Anstöße zu geben zur Weiterentwicklung des Unternehmens, dürfen dabei aber nicht beraten.

Nur solche Unternehmer erhalten ein QZV-Zertifikat, die ihr Unternehmen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern auf hohem Niveau mit den genormten Standards zielgerichtet weiter entwickeln, sei es hin zu mehr Qualität, zu mehr Umweltschutz oder zu mehr Arbeitssicherheit oder am besten in alle drei Richtungen. Eine QZV-ISO-Zertifizierung ist und soll eine Auszeichnung für ein Unternehmen sein.

Der QZV ist akkreditiert und derzeit als akkreditierter Zertifizierer gelistet, und zwar gemäß einer Übergangsregelung in der EU-VO 765, die es ihm möglich ist, vieles auszuprobieren und besser zu machen als andere. Der QZV e.V. ist bestrebt, sich diese Möglichkeiten zu erhalten auch wenn die Übergangsregelung nicht mehr gilt.


Kontakt zum Autor:

Prof Dr.-Ing. Dieter Deublein

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(1) QZV-Muenchen.de