IPL-Magazin 32 | Juli 2015 | Autor: Dr. Roland Scherb

„Nichts ist beständiger als der Wandel.“ Das Veränderungsmanagement oder Change Management beinhaltet den Umstand, dass Unternehmen gezielt dauerhaft wachstums- und wettbewerbsfähig zu gestalten.

Dr. Roland Scherb, MBA

Change Management ist, entsprechend dem PDCA-Zyklus von Deming, die zielgerichtete Umsetzung in den Phasen: Planung bis Realisierung.

Eine Innovation ist charakterisiert, dass durch eine systematische und zielgerichtete, neue Idee in ein neues Produkt oder Prozess eine Veränderung eingeführt wird. Diese Veränderung führt im optimalen Fall zur einer erfolgreichen Geschäftsidee.

Betriebswirtschaftlich kann in Follower und First Mover unterschieden werden. Für beide ist die Umsetzung, also das Change Management, entscheidend. Die hervorragende Umsetzung des Change Managements in Verbindung mit dem Innovationsmanagement ist für Unternehmen ein Erfolgskriterium! „Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens entscheidet über seine Zukunft“ hat ein Teilnehmer einer Visual Technologies Veranstaltung kürzlich geäußert.
Interessant wird jedoch die Fragestellung, in welcher Unternehmung der Innovationsprozess einen zentralen Geschäftsprozess im Unternehmen darstellt?

Meistens ist die Einführung neuer Produkte ein Hindernislauf. Nicht selten scheitert die Einführung eines neuen Produkts oder verzögert sich, da entweder Kompetenzen, Verantwortungen oder finanzielle Themen im Vordergrund stehen. Dann liegt sehr oft eine Verschwendung von Ressourcen vor, werden Hoffnungen von Kunden, Unternehmensleitung und der am Prozess Beteiligten enttäuscht.

Dieses Beispiel fängt meistens auch vor jeder Messeplanung an. Stellen Sie neue, innovative Produkte oder Dienstleistungen aus und informieren Sie die Messebeteiligten über das Vorgehen. Sollten Sie die Darstellung durchführen können, es wird Zweifler oder Personen geben, die den Erfolg kleinreden. Somit wird zur optimalen Durchführung auch ein funktionierendes Risikomanagement benötigt.

Somit läuft die Umsetzung der Innovationen, deren Akzeptanz genau in ein funktionierendes Change Management. Diese Prozesse sind sehr oft in Unternehmen verbesserungsbedürftig:
  • Der Innovationsprozess beginnt im Markt und beim Kunden — wie ist das in Ihrer Prozessbeschreibung umgesetzt?
  • Der Prozess der Innovation ist oft nicht umfassend genug beschrieben, die Beschreibung beginnt und endet in der F & E.
  • Der Erfolg ist jedoch nur im integrativen Zusammenwirken aller Schlüsselfunktionen von Anfang an zu erreichen.
  • Die Zuteilung von Mitteln muss im Prozess definiert werden. Dazu ist ein immer engerer Trichter vorzusehen, der sicherstellt, dass die stets begrenzten Mittel auf die aussichtsreichsten Projekte konzentriert werden.
  • Der Grundstein für den Innovationserfolg wird sehr oft früh im Prozess gelegt. Meistens ist die größte Aufmerksamkeit aber auf das Ende gerichtet, die Produkteinführung oder eben kurz vor Messeterminen, wenn alle wirbeln, weil das neue Produkt unbedingt auf die Messe muss — und ein paar zusätzliche Ideen sollen auch noch mal eben berücksichtigt werden.

Menschliche Fehlhaltungen gegenüber Risiken und Veränderungen führen häufig zu innovationsblockierenden Verhaltensweisen, die ein schnelles Lernen verhindern. Nicht selten sind diese Probleme durch Ängste ausgelöst, die im betrieblichen Zusammenspiel weitere Ängste auslösen. Ein Teufelskreis beginnt zu drehen, der zur Lähmung der Innovationskraft führt. Mitarbeiter und Manager müssen diese Zusammenhänge durchschauen und gegensteuern.

An dieser Stelle ist es von Vorteil, wenn Sie mit Partnern zusammenarbeiten, die sich diesen Umständen bewusst sind. Wir wünschen erfolgreiche Umsetzung Ihrer Innovationen!