IPL-Magazin 42 | Januar 2018
 

IPL-Magazin 42 | Januar 2018 | Autor: Dr. Matthias Pfeffer 


…von 0 bis 100 – alles ist erlaubt!

 

 
Dr. Matthias PfefferLiebe Leserinnen und Leser,

Die Frage nach dem „Wieviel“ ist nicht einheitlich zu beantworten. Wenn wir uns heute Unternehmen anschauen, dann ist der Begriff Industrie 4.0 nicht wirklich einheitlich definiert - sofern er überhaupt verstanden wird!

Für den Einen ist die Einführung eines Handscanners zur Rückmeldung von Aufträgen bereits 4.0, während andere schon Ihre Produkte und Maschinen mit Tags und Kommunikationsschnittstellen ausrüsten, die miteinander kommunizieren.

Wenn wir vor 30 Jahren gefragt worden wären: „Wieviel Computer brauchen wir denn?“ oder vor 10 Jahren: „Wieviel Smartphone ist notwendig?“, dann hätte wohl niemand einen solchen Anwendungsgrad dieser beiden Technologien vorausgesehen. Beide Dinge haben sowohl unser privates Tun als auch geschäftliches Handeln maßgeblich verändert – sowohl zum Positiven, als auch zum Negativen.

Heute dürften weit über 99% aller Unternehmen ihre Geschäftsprozesse mit IT abwickeln. Das Internet der Dinge und somit auch Industrie 4.0 ist nur eine logische und konsequente Fortsetzung der Nutzung dieser Techniken. Weitere Miniaturisierung, standardisierte Kommunikationsprotokolle, neue Arten des Informationsaustausches werden auch diese industriellen Prozesse nachhaltig beeinflussen. Die Frage ist also nicht wirklich, wie viel Industrie 4.0 ein Unternehmen braucht, sondern viel mehr, wie viel Zeit es sich nimmt, über diese neuen Arbeitsweisen nachzudenken und diese dann auch einzuführen.

Vielleicht heißt es in ein paar Jahren nicht mehr „Industrie 4.0“, sondern die Vernetzung ist so normal wie das Smartphone und der Computer heute. Eins ist auch sicher: Es wird sicher keine 30 Jahre dauern!

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.

Ihr Dr. Matthias Pfeffer