IPL-Magazin 37 | Oktober 2016

IPL-Magazin 37 | Oktober 2016 | Autor: Thomas Fries

Zukunft? Oder schon angekommen!

Liebe Leserinnen und Leser,

In der privaten Welt ist Industrie 4.0 schon längst verbreitet. Twitter, Facebook, WhatsApp, Instagram und so weiter, lassen sich nicht mehr wegdenken.

LinkedIn und XING leisten ihren Beitrag zur Vernetzung mit beruflichem Hintergrund ebenfalls. Sie überlassen nichts mehr dem Zufall. Alles ist planbar und vernetzbar. Man ist auf vieles bestens vorbereitet und glaubt immer alles selbst im Griff zu haben. Gibt es Abweichungen vom Plan, steuern sie die Abweichung „Just In Time“. Sie wollen sich mit Ihren Freunden zum Frühstück treffen und wollen eine zeitliche Verzögerung oder die Anpassung des Treffpunktes kundtun? Kein Problem. Im privaten Umfeld wissen die Unternehmen, ob Online-Shops, Supermärkte oder andere Dienstleister viel mehr, als Sie glauben. Sie wissen, was sie gerne lesen, welche Filme sie schauen, was sie anziehen und was sie gerne essen. Die Unternehmen vernetzen diese Informationen mit ihrem Wissen zu anderen Menschen und reichern das möglicherweise mit weiteren wesentlichen Informationen an.


Thomas FriesDas schafft Industrie 4.0 auch für die Unternehmen. Industrie 4.0 ist vergleichbar mit dem was wir privat erleben. Die Unternehmen profitieren von der Möglichkeit der totalen Vernetzung. Der Rohstoff mit der Maschine, der Produktionsprozesse mit der Logistikkette, Produktionsstätte A mit Produktionsstätte B. Unterstützt mit modernster Technologie, die entweder den arbeitenden Menschen unterstützt, wie mit einer Datenbrille oder in der direkten Kommunikation untereinander, ohne Einbindung von Mitarbeitern. Die gesteckten Ziele liegen unter anderem in der Optimierung der Produktionsabläufe, den perfekten Auslastungen der Produktionsstätten, Effizienz in den Materialbevorratung und vieles mehr.


Die Rolle der Logistik ist dabei entscheidend. Eine eigenständige Entscheidung auf Basis der Vernetzung von Maschine, Gerät, Rohmaterial, Sensoren und Menschen durch vordefinierte Algorithmen zu treffen, ist die Zukunft. Technische Assistenz, die den Menschen in seiner täglichen Arbeit unterstützt oder gar führt und leitet, sind schon heute kaum mehr wegzudenken. Eine visuelle Darstellung kennen Sie in ihrer einfachsten Art aus dem Navigationssystem im Auto. Es hilft Ihnen, aufgrund der aktuellen Gegebenheiten, den kürzesten, schnellsten oder kostengünstigsten Weg zu finden. Diese Verfahren sind adaptierbar und werden in der industriellen Produktion ihren Platz finden. Verschiedene Szenarien werden simuliert, unterschiedliche Rahmenparameter werden dazu herangezogen und mehrere Handlungsoptionen mit den entsprechenden Auswirkungen werden ihnen angeboten oder direkt umgesetzt. Die Logistik wird zunehmend mit Industrie 4.0 Anforderungen konfrontiert.

Bereiten Sie sich und Ihre Unternehmen auf diese neuen Herausforderungen vor!