IPL-Magazin 35 | April 2016 | Autor:  Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier

Gelebte Stamm- und Bewegungsdatenpflege in Unternehmen

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie kennen Ihr Unternehmen? Dann geht es Ihnen besser, als vielen anderen, die nicht wissen, mit welchen Herstellungskosten oder welchen Durchlaufzeiten sie wirklich produzieren.

 

Vielen ist nur ungefähr bekannt, wie lange eine Bearbeitung auf der Engpassmaschine dauert oder wie viele aktive Sachnummern gerade in den Datenbanken verwaltet werden.

Doch muss man diese Daten genau kennen?

Prof. Dr. Klaus-Jürgen MeierDie Rede ist von Stamm- und Bewegungsdaten. Die Datenpflege ist eine ungeliebte und zeitraubende Tätigkeit, die in Unternehmen zumeist nicht das höchste Ansehen genießt - eben ein notwendiges Übel. Gibt es Manager, die sich mit so einem Thema befassen wollen? Alleine der Umstand, dass korrekte Stamm- und Bewegungsdaten zudem für Transparenz sorgen würden, verursacht bei betroffenen Mitarbeitern sogar Angst und Schrecken. Reserven und Puffer drohen aufgedeckt zu werden. Wer will das schon.

Nicht selten kann die Datenqualität in Unternehmen deswegen einfach nur als schlecht bezeichnet werden. Und die meisten Mitarbeiter wissen über diesen Umstand auch Bescheid. Motivation und Zeit, das zu ändern, sind gering. Doch Stamm- und Bewegungsdaten stellen die Grundlage dar für jede Analyse, jede Planung und damit auch für jede Entscheidung im Unternehmen. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine operative oder eine strategische Angelegenheit handelt. Stimmt die Datengrundlage nicht, so sind Fehlentscheidungen die logische Konsequenz.

Will man die Datenqualität verbessern, so muss in einem ersten Schritt die Relevanz richtiger Daten im Unternehmen akzeptiert werden. Nur die richtige Datengrundlage ermöglicht eine dauerhaft erfolgreiche Unternehmensführung. Korrekte Daten offenbaren Potenziale, Stärken und Schwächen. Sie sind damit nicht nur die Basis für jeden Verbesserungsprozess, sondern schärfen den Blick auf die eigenen Wettbewerbsvorteile. Sie helfen, ein Unternehmen auszurichten und Technologieprojekte maßgerecht zu initiieren. Es gibt keinen Unternehmensbereich, der nicht auf sie angewiesen ist.

Was aber führt zu einer besseren Datenqualität? Die neue Ausgabe des IPL-Magazins möchte Ihnen Antworten auf diese Frage geben. Nur soviel sei schon jetzt verraten: es ist einfacher als Sie glauben, wenn nur der erklärte Wille vorhanden ist und mit Methodik agiert wird.



Viel Spaß beim Lesen!