IPL-Magazin 34 | Januar 2016 | Autor:  Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier

Never change a winning team.

Gibt es eine bessere Beruhigungsformel um jeden Gedanken an Veränderung im Keim zu ersticken?

 


Prof. Dr. Klaus-Jürgen MeierLiebe Leserinnen und Leser,
 

Never change a winning team. Gibt es eine bessere Beruhigungsformel, um jeden Gedanken an Veränderung im Keim zu ersticken? Solange ein Unternehmen keine Verluste schreibt, bedeutet dies Ruhe und Kontinuität. Das Warten auf den günstigen Zeitpunkt zur Veränderung der Unternehmensprozesse wird nie zu Ende gehen. Wohl dem Manager, der aus dem Fenster sieht und rechtzeitig erkennt, wenn die Rücklichter der Wettbewerber vorbeiziehen. Auch wenn das eigene Unternehmen in diesem Augenblick immer noch Gewinne schreibt, wird es spätestens dann notwendig, eingespielte Teams und Prozesse in Frage zu stellen.

Diese Ausgabe des IPL-Magazins zeigt Beispiele auf, wie Prozessoptimierungen helfen, die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Unternehmen zu verbessern - ohne Druck einer bevorstehenden Insolvenz oder unzufriedene Kunden bzw. Gesellschafter. Voraussetzung ist stets, den Wunsch nach Verbesserung höher einzuordnen als dem natürlichen Verharrungsbestreben einer Organisation nachzugeben.

Die resultierenden Erfolge lassen sich messen – in Euro und Cent. Eine durchgängige Planung und Realisierung sowie das begleitende Controlling müssen die Motivation für die Umsetzung der Maßnahmen liefern. Aber – noch wichtiger – die Versprechen müssen nachweislich eingehalten werden. Leider ist das klassische, betriebliche Rechnungswesen häufig überfordert, den Nachweis zu erbringen. Hier helfen moderne Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Sie haben sich zu einem unverzichtbaren Instrument des Prozess- und Change Managements entwickelt. Und sie sind in der Lage, die Geschwindigkeit des eigenen Teams im Verhältnis zum Wettbewerb zu bestimmen. Wir möchten Ihnen mit dieser Ausgabe dazu Anregungen liefern.

Es sollte dann kein Zufall sein, dass Ihr Blick aus dem Fenster immer im rechten Augenblick erfolgt – also solange die Rücklichter der Wettbewerber noch zu sehen sind. Oder noch besser, Sie handeln jetzt und bauen den eigenen Vorsprung aus – lange bevor Ihr Konkurrent zum Überholvorgang ansetzt.

Viel Spaß beim Lesen!