IPL-Magazin 27 | April 2014 | Autor: Dr. Roland Scherb

 

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung“.
Max Planck
 

 

 
 

Dr. Roland Scherb, MBA Weiterbildung wird immer bzw. sehr oft in Verbindung mit lebenslangem Lernen und Fortbildung gesehen. Auch das Wort „Reform“ wird in Verbindung mit Weiterbildung öfters verwendet. Dies erfolgt beispielsweise bei der Diskussion um das G8, oder Förderungen und Zuschüsse im Bildungssektor, oder bei der Darstellung der Ergebnisse der letzten PISA Auswertung.

Doch wie steht es um das Weiterbildungsbudget der Firmen? Wird an dieser Stelle gespart, können evtl. notwendige Qualifi zierungen – sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben – nicht durchgeführt werden. Ein kurzfristiger Kostenerfolg zu Lasten künftiger Probleme?

Andererseits meldet die Belegschaft zum Thema Weiterbildungsmaßnahmen zurück: „ein Tag zusätzlicher Urlaub“, „nicht zielführend, aber angeordnet“, oder „kein passendes Angebot gefunden“. Die Grundlage der Weiterbildung fängt in der Kindheit an und wird in der Schule geprägt. Bildung muss leicht und bekömmlich sein, denn jeder hat die Bildung mehr oder minder aufgrund der allgemeinen Schulpfl icht in der Schule eingeflößt bekommen. Jedoch nicht nur die Einstellung zur Schule ist relevant, auch die Qualifi kation der Lehrer. Schlechte Erfahrungen mit unqualifi zierten Lehrern, welche kein Interesse zeigen, die Lerninhalte auf spannende Weise zu vermitteln, leisten ebenso einen wichtigen – in diesem Fall Contra produktiven - Beitrag zu späteren Akzeptanz der Weiterbildung. Die Konsequenz ist bei Vielen eine Aversion gegen „lebenslanges Lernen“.

Doch genau diese Eigenschaft sichert heutzutage – in Zeiten einer globalisierten Welt - eine qualitativ hochwertige Arbeit - genauer gesagt, die Lust am Lernen in allen Lebensphasen verbessert die Arbeitsplatzsuche und sichert den Arbeitsplatz. Zu diesem Schluss kommt der OECD Bericht „Vom Wohlergehen der Nationen“: Erfolgreiche Gesellschaften und wohlhabende Ökonomien bauen ganz auf diese Funktionsfähigkeit, deren Anfang im nicht nachlassenden Willen, zu lernen liegt. „

Weiterbildung und Lernen bedeutet nicht, nur im fachbezogenen Bereich zu investieren, sondern viel mehr auch im Privaten und Freizeitbereich - sei es im Chor, im Sportverein, oder im Urlaub. Die Eigenschaft, sich auf neue Umgebungen und Einfl üsse einzulassen und diese zu hinterfragen, schafft eine Grundlage, welche immer wichtiger wird.

Insofern wünsche ich Ihnen viel inspirierenden Input zum Thema „Weiterbildung wofür?!“, welche wir in dieser Ausgabe anhand unterschiedlicher Themen beleuchten.