IPL-Magazin 26 | Januar 2014 | Autor: Thomas Theiler

 

"Heute wissen Behälter, wo sie hinwollen, welchen Inhalt sie haben oder wann sie wieder aufgefüllt werden müssen." 

 

 

Thomas Theiler  (IPL Beratung) Liebe Leserinnen und Leser,

die Integration der IT in die Produktionsprozesse ist an sich ja nichts Neues. Doch erst durch einen hohen Durchdringungsgrad und den damit verbundenen Möglichkeiten lassen sich die immer komplexer werdenden Aufgabenstellungen beherrschen. Diese Komplexität, welche immer weiter zunimmt, verlangt von den Systemen auch immer mehr Wissen und Kontrolle. Die Anforderung, schnell und flexibel reagieren zu können, bedingt einen noch zuverlässigeren und noch schnelleren Informationsfluss.

Heute wissen Behälter, wo sie hinwollen, welchen Inhalt sie haben oder wann sie wieder aufgefüllt werden müssen. Komplexe Prozesse werden nur beherrschbar, wenn sie mit dezentralen Strukturen gesteuert werden. Diese sind im optimalen Fall mit Echtzeitinformationen versorgt. Das ist jedoch nur dann effektiv, wenn die IT entsprechende Daten zur Verfügung stellt und auch sinnvoll verarbeiten kann. Die Vernetzung von Daten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, ist Kern der Herausforderungen, denen sich die Unternehmen stellen müssen.

Die Verarbeitung dieser gewaltigen Datenmengen kann ein Mensch nicht mehr leisten. Produktion 4.0 soll uns helfen, diese Vielfalt an Informationen in Nutzen umzuwandeln. Dazu sollen Entscheidungen, z.B. ob ein Werkzeug seine Standzeit erreicht hat und gewechselt werden muss oder wann welches Material zur Verfügung stehen muss, von den Produktionssystemen selbst geregelt werden.

Auch die Ansätze der Produktion 4.0 sind nicht ganz neu. Mitte der 80er Jahre wurde schon einmal versucht mit CIM (Computer Integrated Manufacturing) diesen Gedanken umzusetzen. Vermutlich waren nicht nur wir Menschen noch nicht reif für diese Form der Produktion. Die Technik hat sich seither verbessert und ist komfortabler und flexibler geworden. Möglicherweise hat sich auch unsere Einstellung zu den gewaltigen Möglichkeiten der IT verändert. Einen großen Anteil daran haben sicherlich die Social Media.

Ich glaube, dass sich diesmal der Trend zur vollkommenen Vernetzung nicht mehr aufhalten lässt. Es ist eben nur noch eine Frage der Zeit.

Viel Spaß mit dieser Ausgabe wünscht Ihnen
Ihr Thomas Theiler