IPL-Magazin 20 | Juli 2012 | Autor: Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier

 

Green Logistics oder Nachhaltigkeit im Unternehmen – wozu brauchen wir das?

 



Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier Dies ist eine Frage, die auch heute noch in vielen Unternehmen ablehnend beantwortet oder gar nicht erst gestellt wird. Im Vordergrund steht es, Umsatz und Gewinn zu machen. Da stört alles, was davon ablenken könnte.

Doch ist die Beschäftigung mit grünen Themen wirklich nur störend? Die Antwort kann nur ein klares Nein sein! Es gibt viele Gründe sich mit Green Logistics zu beschäftigen. Und viele Unternehmen nutzen dies inzwischen auch aktiv, um damit das Firmenimage positiv vermarkten zu können. Wir tun etwas für die Gesellschaft und für unsere Umwelt – das ist die Botschaft und soll den Kunden ein gutes Gefühl beim Kauf des Produkts oder der Dienstleistung vermitteln. In den meisten Fällen stellt deswegen das Marketing den Treiber für nachhaltige Maßnahmen dar.

Doch wer beginnt, Projekte in Beschaffung, Produktion und Distribution unter dem grünen Ansatz zu betrachten, wird feststellen, es ergeben sich erstaunlich viele Potenziale, welche eine massive Kosteneinsparung bewirken. Alleine die stetig steigenden Energiekosten tragen dazu bei, dass eine Energieeinsparung nicht länger ein rein politisches Thema ist, sondern einer knallharten wirtschaftlichen Rechnung standhält. Damit verliert Green Logistics den Charakter einer Ideologie. Doch die jahrzehntelang aufgebauten Vorbehalte sitzen fest, insbesondere im Falle einer konservativ eingestellten Unternehmensleitung.

Mit dieser Ausgabe möchten wir beitragen, die Diskussion von Green Logistics zu versachlichen und Denkanstöße geben, wie sich Green Logistics auf moderne Unternehmen bereits heute auswirkt. Die Frage wird mittelfristig nicht sein, ob man sich dem Thema annimmt, sondern nur, in welcher Form man es umsetzt.

Nachhaltigkeit wird überlebenswichtig werden – für Unternehmen aus Kostengründen und für die Menschheit aufgrund der immer noch steigenden Umweltbelastung.