IPL-Magazin 19 | April 2012 | Autor: Thomas Theiler (IPL Beratung)

 

Kulturrevolution 2012 - Investieren in Intelligenz
 



Thomas Theiler  (IPL Beratung) Liebe Leserinnen und Leser,
aus den Medien erfahren wir, wie sich die deutsche Wirtschaft erfolgreich im internationalen Wettbewerb positioniert. Gestützt wird dies durch Veröffentlichungen der meist sehr positiven Unternehmensergebnisse. Dies lässt uns im Glauben, dass der Erfolg, den wir ohne Zweifel haben, nicht nachlässt und wir unbeirrt mit den bestehenden Produktionsprozessen weiter auf Erfolgskurs sind. Eines dürfen wir aus meiner Sicht nicht vergessen: Die Marktdynamik. Im konjunkturellen Hoch sind wir beschäftigt, mit der Bewältigung der täglichen Aufgaben und finden kaum Zeit das Unternehmen und deren Prozesse auf künftige Herausforderungen einzustellen.

Wie rasch die Marktdynamik jedoch zuschlagen kann, haben wir in der Krise 2008/2009 erfahren dürfen. Zur Marktdynamik kommen aber noch andere Faktoren, welche eine Überprüfung der Unternehmensorganisation notwendig werden lassen. Die Produktlebenszyklen werden immer kürzer und die Variantenvielfalt steigt. Dies erfordert Anpassungsfähigkeit und Flexibilität von den Produktionssystemen, genauso wie von den Beschäftigten. Die prozessorientierte Organisation greift diese neuen Anforderungen auf. Unternehmen, die den prozessorientierten Ansatz verfolgen, sind schnell, flexibel und anpassungsfähig.

Die Kern-Prozesse sind auf den Kunden ausgerichtet und dienen einzig und allein dem Zweck, die Kundenwünsche zu erfüllen. Alle anderen Prozesse unterstützen die Wertschöpfung. Durch die Veränderung des Organisationsmodells entstehen übersichtliche Organisationseinheiten mit transparenten Informations- und Materialflüssen.
Ein weiterer Vorteil der Prozessorientierung ist, der Abbau von Schnittstellen, welcher zu einer Reduktion von Abstimmungs- und Koordinationsproblemen führt. Ein Effekt, der sich meist auch positiv auf Durchlaufzeiten und Termintreue auswirkt. Nun kann man nicht einfach den “Hebel“ umlegen und ab einem bestimmten Zeitpunkt ist ein Unternehmen prozessorientiert organisiert. Diese Umstellung erfordert eine Menge an Maßnahmen. Zum Beispiel ist der klassische Informationsfluss Vertikal. In der Prozessorientierung soll der Informationsfluss idealerweise horizontal verlaufen. Das erfordert ein Umdenken im gesamten Unternehmen, welches oft nur mühevoll mit Workshops und Trainings erreichen lässt. Denn nicht nur die IT, sondern auch die Mitarbeiter müssen neu „programmiert“ werden. Auch die Identifikation der „wahren“ Kern-Prozesse ist nicht immer so einfach. Doch wer sich für diesen Weg entscheidet, wird belohnt mit Transparenz, Flexibilität und beherrschten Prozessen. Mit Lean Management, Six Sigma oder Kaizen werden schon Verbesserungen erreicht. Mit dem Ansatz der Prozessorientierung können noch wesentlich größere Erfolge erzielt werden.

Was wir dazu leisten können, erfahren Sie in dieser Ausgabe des IPL –Magazins.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Thomas Theiler