IPL-Magazin 17 | Oktober 2011 | Autor: Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL)

Wurden in den Jahren 2009 und teilweise noch 2010 die Bestände zugunsten der Liquiditätssteigerung dramatisch abgesenkt, so verzeichneten die meisten Unternehmen danach ein stark ansteigendes Bestandsniveau.

Der Grund hierfür war einfach: Versorgungssicherheit.
 



Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL) Der Kunde akzeptiert keine langen Wartezeiten oder Unsicherheiten in der Versorgung und droht mit Pönalen oder Abwanderung. Was bedeuteten da schon  gestiegene Bestandskosten - bewertet mit einem marktüblichen Kapitalkostensatz von maximal 5%?

Doch Kapitalkosten von 5% sind eine Augenwischerei! So sind nicht nur die realen Bestandskosten wesentlich höher, es ergeben sich mit Bestand zudem auch ein vermehrter Finanzierungsbedarf und ein erhöhtes Risiko. Letzteres trifft Unternehmen schwer, wenn sich nun beispielsweise schneller als erwartet die Staatsschuldenkrise in eine weltweite Konjunkturkrise verwandelt. Die bislang größte Konjunkturkrise im Jahr 2009 könnte dann wie ein kleines Tief aussehen. Wohl dem Unternehmen also, das bewusst eine Balance zwischen Kosten und Risiken anstrebt.

Das Bindeglied zwischen den beiden Größen stellen, wie so oft, die Geschäftsprozesse dar. Die Leistungsfähigkeit der Prozesse in den Bereichen Einkauf, Produktion und Distribution muss im Vordergrund des unternehmerischen Handelns stehen. Das ist bei Ihnen der Fall? Sie haben Ihre Prozesse auch schon hinsichtlich Kosten und Risiken bewertet? Sie kennen objektiv Ihre Potenziale?

Konnten Sie die drei Fragen mit ‚ja' beantworten, dann hoffen wir, Sie als Leser für das nächste IPL-Magazin wieder gewinnen zu können. Unternehmen, die Versorgungssicherheit nicht gleichsetzen mit höherem Bestand, soll das nun vorliegende Magazin Ideenanstöße vermitteln.

Wie immer, stehen wir Ihnen auch gerne zur Diskussion zur Verfügung!