IPL-Magazin 12 | Juli 2010 | Autor: Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL) 

 

Die aktuelle Wettbewerbssituation verlangt von Unternehmen eine stets zeitgemäße Strukturierung der Aufbau- und Ablauforganisation. Das bedeutet, dass die installierten Geschäftsprozesse mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht über die nächsten 10 Jahre unverändert bleiben, sondern, dass nur die Unternehmen erfolgreich bestehen, welche sich flexibel an die veränderten Herausforderungen anpassen.

 

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL)In der Folge resultieren sich permanent wandelnde Geschäftsprozesse, die eine effektive Unterstützung durch Software verlangen. Vorbei ist somit auch die Zeit, in denen Softwarepakete installiert und dann über 10 oder mehr Jahre unverändert betrieben werden konnten. Da jedoch gerade der Kauf von Softwarelizenzen, der Installationsaufwand und die ggf. erforderlichen Anpassungen oftmals immense Budgets verschlingen, muss die moderne IT neue Lösungswege anbieten.
Wie ein neues Verständnis für die produktionsnahe Softwareindustrie aussehen kann, zeigt ein Blick in den Bereich der Lean Production. Nicht mehr Komplexität und hoher Detaillierungsgrad könnten dann das Ziel sein, sondern schlanke, einfache und leicht nachvollziehbare Datenmodelle. Nicht der Versuch, beispielsweise durch umfangreiche Planungs-, Auftragsabwicklungs- und Controllingalgorithmen den Produktionsprozess zentralisiert zu regeln, sondern eine Software, die  mit minimalem Umfang die dezentralen Prozesse der Selbstregelung unterstützt.

Schnell zu installieren, leicht zu adaptieren wäre diese Software! Und sie orientiert sich im Ablauf und der Funktionalität an den Prozessen im Unternehmen -  und nicht umgekehrt.

Wir möchten unseren Lesern mit dieser Ausgabe einen Überblick geben über aktuelle Softwareprojekte im Umfeld der Produktion und der Logistik.