IPL-Magazin 08 | Juli 2009 | Autor: Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL) 

 

Ein Thema für den konjunkturellen Einbruch?

In vielen Unternehmen gibt es derzeit nur ein Thema: wie lassen sich schnell Kosten senken und die Liquidität steigern? Zur Sicherung des Unternehmensfortbestands ist diese Fokussierung absolut nachvollziehbar. Und doch gibt es zwei Wege, die zu diesem Ziel führen. Der eine Weg setzt pauschal an den größten Kostentreibern an, ohne Rücksicht, was von dem Unternehmen bestehen bleibt.
 

 

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL) Der zweite Weg sucht aus einer Prozesssicht die Einsparungen - kleine und große. Damit ergibt sich auch ein neues Verständnis für den Begriff der Fabrikplanung. Es geht nicht mehr nur darum, das Budget des nächsten Geschäftsjahres zu verplanen, sondern, wie lassen sich in bestehenden Produktionslinien sichere Potenziale erschließen - ohne Investitionen, aber mit sofortiger Ergebniswirkung und unter Beibehaltung der Unternehmensidentität. Die Lösungsansätze sind individuell und nicht universell kopierbar, aber gerade deswegen umso erfolgreicher!
 

Die Durchführung einer Fabrikplanung ergibt also gerade jetzt einen großen Sinn, mit Unterstützung durch digitale Planungsinstrumente. Denn eines ist auch klar, wenn man all den Prognosen auch nur zum Teil glauben darf, der nächste Aufschwung kommt ebenso schnell und vehement wie zu Beginn des Jahres der Einbruch. Zeit, um einen Betrieb geordnet aus der Kurzarbeit in die Vollauslastung zu fahren und gleichzeitig den Betrieb umzustrukturieren, wird es nicht geben. Wohl also dem, der die aktuelle Phase nicht nur als Krise, sondern auch als Chance verstanden hat.
 

Mit der vorliegenden Ausgabe des IPL-Magazins möchten wir Ihnen einen Denkanstoß dazu geben. Die Beispiele beweisen, gute Verbesserungen sind „lean? - in der Sache und in der Realisierung - und damit zeitgemäß.