IPL-Magazin 13 | Oktober 2010 | Autor:  Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL) 

 

Das auf nur fünf Schritten aufbauende IPL-Schulungskonzept bietet KMUs erstmals die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern ein maßgeschneidertes Schulungsprogramm anzubieten - ohne Mehrkosten gegenüber konventionellen Seminaren, aber mit berechenbarer Rendite!
 

 

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Meier (IPL)Der Mitarbeiter ist unbestritten der zentrale Erfolgsfaktor im Unternehmen. Damit Mitarbeiter  ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können, sind die entsprechenden Rahmenbedingungen durch das Management zu schaffen. Dazu zählt  u.a., eine kooperative Unternehmenskultur zu schaffen und auch Motivation und Identifikation des Mitarbeiters zu fördern. Ein weiterer wesentlicher Beitrag ist, den Mitarbeiter entsprechend den von ihm zu erfüllenden Aufgaben zu qualifizieren. Da sich die Aufgabenstellungen, die Ansprüche sowie auch die modernen Technologien und Werkzeuge zur Bewältigung der Aufgaben stetig wandeln, ist es unvermeidbar, dass die Mitarbeiterqualifikation ebenfalls Schritt halten muss.

Als kritisch zu betrachten ist jedoch der geringe Wirkungsgrad von Schulungsmaßnahmen. Bereits nach vier Wochen ist das in Schulungen oder Seminaren vermittelte Wissen zumeist auf einen Bruchteil geschrumpft. Wer hat nicht selbst schon die Erfahrung gesammelt, dass neu erworbenes Wissen, wenn es nicht sofort zur Anwendung kommt, schnell verblasst? Wie präsent sind heute noch die Inhalte des zuletzt besuchten Seminars? Doch der unmittelbare Übertrag von Seminarwissen auf die betriebliche Anwendung und der Aufbau einer bleibenden Qualifikation ist schwierig.

Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kollegen nicht dieselbe Qualifizierungsmaßnahme durchlaufen haben, das Tagesgeschäft nicht ausreichend Spielraum lässt oder der Seminarinhalt erst auf die eigene Situation angepasst werden muss. Sind nur Teile eines Seminarstoffs für den Arbeitsalltag relevant, so reduziert sich die Effektivität eines Seminars zusätzlich.

Großunternehmen haben diese Problematik längst erkannt und senden ihre Mitarbeiter nur in Ausnahmefällen auf die klassischen Schulungsangebote diverser Weiterbildungsträger, in welchen Teilnehmer aus verschiedenen Unternehmen mit unterschiedlichem Kenntnisstand und mit unterschiedlichen Problemstellungen nebeneinander sitzen. Durch ein unternehmensinternes Schulungsprogramm, in dem die Seminarinhalte und Begrifflichkeiten auf die speziellen Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sind, wird der Lernerfolg wesentlich verbessert. Doch auch in diesen Fällen ist die Anwendung des Erlernten noch nicht gesichert.

Der Wissenstransfer erfolgt erst, wenn das gesamte Umfeld am Arbeitsplatz es danach zulässt. Das bedeutet, die Akzeptanz der Vorgesetzten ist sicherzustellen, der Seminarteilnehmer und seine Kollegen müssen sich mit dem Stoff identifizieren und alle Umsetzungsbarrieren in der unmittelbaren Arbeitsumgebung sind zu beseitigen. Letzeres gelingt umso leichter, je mehr Kollegen dieselbe (Schulungs-)Erfahrung gesammelt haben und sich nach der Schulung gegenseitig bei der Umsetzung unterstützen.

Das Institut für Produktionsmanagement und Logistik (IPL) an der Hochschule München hat sich der beschriebenen Problematik gestellt. Basierend auf der Erfahrung zahlreich durchgeführter Lehrveranstaltungen ist ein Konzept entstanden, welches die Effektivität und Effizienz von Schulungen drastisch erhöht. 

Dieses spezielle Konzept baut auf fünf Schritte auf:

Schritt 1: Im Vorfeld der geplanten Schulung wird gemeinsam mit den Vorgesetzten der angestrebte Schulungserfolg definiert. In Abhängigkeit des erforderlichen Qualifikationsprofils einer Organisationseinheit werden die Mitarbeiter ausgewählt, welche an der Schulungsveranstaltung bzw. welche in einer bestimmten Reihenfolge an einer Schulungsserie teilnehmen. Die Lücke zwischen dem Know-How der Mitarbeiter und dem angestrebten Qualifikationsniveau ergibt den Schulungsinhalt und die Dauer.
 

Schritt 2: Eine Analyse des Arbeitsumfelds liefert wesentliche Erkenntnisse über die Unternehmensprozesse, die Produkteigenschaften sowie über unternehmenstypische Begrifflichkeiten. Dies gewährleistet, dass sich alle Mitarbeiter von der ersten Minute eines Seminars an zu Recht finden und dem Stoff problemlos folgen können.

Schritt 3: Der Schulungsinhalt wird in Schulungsunterlagen zusammengestellt und den Teilnehmern bei Bedarf zum Selbststudium bereits vor der eigentlichen Schulung zur Verfügung gestellt.


Schritt 4:
Anhand von Praxisbeispielen und Übungen wird der Schulungsinhalt in interaktiven Einheiten von den Teilnehmern erarbeitet und damit die Identifikation mit den Lerninhalten gesichert. Als Schulungsort bietet es sich fallweise an, spezielle Seminarhotels oder auch bewusst den realen Arbeitsplatz zu nutzen.
 

Schritt 5: Die Seminare schließen mit der Erstellung eines Meilensteinplans ab. In diesem vereinbaren die Teilnehmer, wie und in welchem Zeitraum die Lerninhalte in den betrieblichen Alltag übernommen werden. Die Teilnehmer präsentieren die Ergebnisse ihrer Führungskraft.
 

Aufgrund dieses Konzepts sichert das IPL-Weiterbildungs-konzept ein hohes Maß an praktischen Bezug und Umsetzung. Die von den Unternehmen geleisteten Investitionen in den Mitarbeiter weisen erstmals eine berechenbare Rendite auf, welche sich aus den geleisteten Verbesserungen auf Basis des vermittelten Lerninhalts ergibt.

Damit eignen sich IPL-Schulungen auch hervorragend für die Durchführung von Kick-off-Veranstaltungen zum Projektstart.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Konzepts ergibt sich aus der Betrachtung der Schulungskosten. Bedingt durch die Bündelung der Mitarbeiter sind die Kosten für die Durchführung einer unternehmensspezifischen IPL-Schulung nicht höher als beim Besuch konventioneller Schulungen. Die auf das jeweilige Unternehmen ausgerichteten Schulungsunterlagen lassen zudem eine aufwandsarme Wiederholung einer einmal aufgebauten Schulung beliebig zu.

Damit ergibt sich erstmals auch für kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit zum Aufbau eines Inhouse-Schulungsprogramms und die Chance, die Vorteile zu nutzen, welche bislang den Mitarbeitern von Großunternehmen vorbehalten waren.
 


 

Abb. 1. :  Inhouse-Schulungsprogramm  bei IPL