IPL-Magazin 35 | April 2016 |

Gastautor: Hans Peter Rehder

Projektmanagerin / Hans Peter Rehder, Projektmanager/Bestandssteuerung
Volkswagen Original Teile Logistik GmbH & Co. KG (OTLG)

Stammdaten müssen sauber erstellt, bzw. gepflegt werden.
 

 

Welche Stammdaten benötigen wir für unser tägliches Geschäft:

  • Materialstammdaten
  • Preisstammdaten
  • Lieferantenstammdaten
  • Debitorenstammdaten


Ein Materialstamm gibt alle Informationen wieder, die benötigt werden, um Materialien, mit denen das Unternehmen Ware beschafft, fertigt, lagert und verkauft. 46 Felder aus unserem Materialstamm sind z.B. sehr wichtig, um unserem Dispositionssystem die nötigen Daten für Soll- und Bestellmengenrechnung zu übergeben.

Einige Beispiele der Felder aus den Materialstämmen, die zu Fehlern und Störungen im täglichen Geschäft führen können:
Fehlt das Volumen des Materials im Stammsatz bzw. sind es Werte, die keinem Standard entsprechen, kann das Material im Depot nicht bevorratet und auch nicht an den Einzelhandel geliefert werden. Eine Plausibilitätskontrolle in den Dispositionssystemen verhindert hier eine Bevorratung im Großhandel und auch im Einzelhandel. Als Beispiel verwende ich immer wieder den sechs Meter breiten Stoßfänger für einen Passat. Der Materialstamm stellt die zentrale Quelle aller benötigten Daten für das Geschäft dar. Materialstammdaten werden bei uns wöchentlich aktualisiert.

Die Preisstammdaten werden benötigt, um z. B. Einkaufspreise, Verkaufspreise, den Wert des Lagerbestandes und vielen weiteren Anforderungen gerecht zu werden. Preisstammdaten werden immer zu einem bestimmten Stichtag in unsere Abwicklungssysteme eingespielt. Die Preisstammdaten werden von unserem Unternehmen selbstverständlich auch in die Dealer-Managementsysteme übertragen. So ist es gewährleistet, dass die Preise in allen Systemen auch den gleichen Stand haben.


Jedes der über 500.000 Materialien, ob Originalteil oder auch Zubehörware, ist einem bestimmten Lieferanten zugeordnet. Für Originalteile kennen wir drei Lieferanten und für das Zubehör gibt es über 600 Lieferanten. Mit der Zuordnung einer Teilenummer zum Lieferanten wird unter anderem der Bestellweg gesteuert. Bestellwege sind z. B. EDI, FAX und Bestellübermittlung per elektronische Schnittstellen zwischen den Lieferanten und dem Besteller. Die Lieferanten werden auch in unserem Dispositionssystem benötigt, da die Wiederbeschaffungszeit sehr unterschiedlich sein kann und die Zeit wird dann auch zur Sollmengenrechnung mit heranbezogen.


Um mit den Händlern ein Geschäft zu tätigen, benötigen wir auch deren Stammdaten. In  diesen Stammdaten sind z. B. Firmenname, Firmensitz, Anlieferungsdaten und Daten für die Finanzabwicklung hinterlegt. Hierüber wird auch gesteuert, für welche Marke/n der Händler einen Einkauf tätigen kann. Die Händlerstammdaten werden manuell angelegt, da der Händler nur bei seinem Lieferanten bestellen kann. Ein Teil der Stammdaten wird auch für das Dispositionssystem  für den Handel benötigt. Die Übertragung der benötigten Stammdaten erfolgt an das Dispositionssystem auf elektronischem Weg. Dieses ist nur ein kleiner Ausschnitt zu dem Thema Stammdaten.


Fazit: Um eine störungsfreie Abwicklung in unseren Prozessen zu gewährleisten, haben die Stammdaten eine hohe Priorität. 


 


 

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Hans Peter Rehder    
Projektmanager/Bestandssteuerung   
Volkswagen Original Teile Logistik GmbH & Co. KG (OTLG)