Carsten Hirschberg

IPL-Magazin 39 | April 2017 | Autor: Carsten Hirschberg

 

Etwa jeder sechste Beschäftigte in Deutschland arbeitet heute im Schichtdienst.

Beispielsweise im Produktions- und Dienstleistungssektor oder im Staatsdienst. Schichtarbeiter sind aus unserer 24-Stunden-Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, sei es als Krankenpfleger, Polizist oder Hafenlogistiker, etc.

Laut aktuellen Daten leiden etwa 80 Prozent der Schichtarbeiter unter Schlaf-, Magen-Darm- oder auch Herz-Kreislauf-Beschwerden. Manche Schichtarbeiter fühlen sich sozial isoliert oder entwickeln Depressionen. Dennoch verkraftet die Mehrheit laut Medizinern die unregelmäßigen Arbeitszeiten angeblich gut, doch was das soziale Leben betrifft, sieht die Sache oftmals anders aus. Glaubt man den Psychologen, macht der Schichtdienst psychisch langsam kaputt und so gilt Schichtdienst oftmals auch als Ursache für ein Single-Dasein. Familie und Schichtdienst passen nicht zueinander sind viele schichtarbeitende Singles überzeugt. So sind Diskussionen in Beziehungen und Familien häufig der Regelfall mit der Folge von Trennungen und Scheidungen, denn schwierig ist die gute Balance zwischen Schichtarbeit und Privatleben. Statistisch belegbar ist, dass der Anteil der Alleinerziehenden gerade in der Schichtarbeit überdurchschnittlich hoch ist.

Schichtarbeit und Familie - geht das auf Dauer wirklich gut? Als Ehemann einer schichtarbeitenden Krankenschwester kann ich nur sagen: JA! Unternehmen können ungewöhnliche Arbeitszeiten für ihre Mitarbeiter auch durch gute Schichtsysteme erträglicher machen. Maximal vier gleiche Dienste in Folge oder kurze Schichtwechsel im Uhrzeigersinn bringen laut Schlafmedizinern den Schlaf-Wach-Rhythmus nicht allzu sehr durcheinander. Am effektivsten ist jedoch die individuelle Schichtplangestaltung. Denn wer seine Schichten selbst legen kann, wie es ihm am besten passt, ist meist weniger krank und arbeitet motivierter. Ein Konzept mit Zukunft, zugleich aber auch eine Herausforderung für Arbeitgeber, insbesondere im öffentlichen Dienst, die alle Einzelwünsche unter einen Hut bringen müssen!


Für die Industrie heißt es jetzt, das Feld des 3D-Druckens experimentell zu erschließen und passende Anwendungsgebiete zu identifizieren. Noch handelt es sich um ein emergentes Technologiefeld - Chancen und Risiken gibt es viele. Eine offene Diskussion über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg, kann sicher dazu beitragen, die Chancen zu heben und Risiken zu minimieren.