IPL-Magazin 32 | Juli 2015 | Autor: Theo Muffert

 

Autor: Dipl.-Ing. Theo Muffert

Die organisatorischen Voraussetzungen zur Beantwortung der Frage: Was ist notwendig um die richtigen Artikel zum richtigen Zeitpunkt und in richtiger Anzahl zur Verfügung zu stellen, sind in der Vergangenheit in vielen Entwicklungsprozessen immer weiter verbessert worden?

Dabei wurden sowohl wirtschaftliche Aspekte (Kaptalbindung), als auch technisch organisatorische Abläufe (Lagertechnik, Kommissionier- und Transportsysteme) optimiert. Das eigentliche Problem aber ist bis zum heutigen Tage, dass in der Regel dem Aspekt der Ganzheitlichkeit nicht ausreichend Bedeutung beigemessen wird. Was hilft ein vollautomatisches Lager mit z.B. fahrerlosen Transportsystemen, wenn die Materialbestände ständig Differenzen aufweisen? Analysen über die Materialwirtschaft von Unternehmen fördern teilweise unglaubliche Ergebnisse zutage.

Aus diesem Grunde ist es absolut notwendig, potenzielle Fehlerquellen im Geschäftsprozess von Anfang an auszuschließen. Dabei können nicht immer IT-oder andere technische Systeme behilflich sein. Die Lösung ist banal: Die einzelnen Tätigkeiten, beginnend mit der Vereinnahmung der Ware über die Eingangskontrollen bis zur Einbuchung in das System sind konsequent einzuhalten. Gleiches gilt natürlich auch für mögliche Materialrücklieferungen zum Lager.

Warum ist es so schwer, sich –auch ohne spezielle Software(!!!)- an die Ablauforganisationzu halten?

Die Geschäftsprozesse im Lager können nur dann optimal sein, wenn die Teilprozesse entsprechend diszipliniert durchgeführt werden.